Historischer Roman vor den Kulissen des deutschen Mittelalters – „die fremde Königin“ von Rebecca Gablé

Die Fremde Königin“ von Rebecca Gablé ist der Folgetitel von dem historischen Roman „Das Haupt der Welt“, der im Mittelalter Deutschland spielt.51bc3Z7qB9L._SX310_BO1,204,203,200_.jpg

Klappentext

„Könige sind wie Gaukler. Sie blenden die Untertanen mit ihrem Mummenschanz, damit die nicht merken, dass das Reich auseinanderfällt“
Anno Domini 951: Der junge Gaidemar, ein Bastard vornehmer, aber unbekannter Herkunft und Panzerreiter in König Ottos Reiterlegion, erhält einen gefährlichen Auftrag: Er soll die italienische Königin Adelheid aus der Gefangenschaft in Garda befreien. Auf ihrer Flucht verliebt er sich in Adelheid, aber sie heiratet König Otto.
Dennoch steigt Gaidemar zum Vertrauten der Königin auf und erringt mit Otto auf dem Lechfeld den Sieg über die Ungarn. Schließlich verlobt er sich mit der Tochter eines mächtigen Slawenfürsten, und der Makel seiner Geburt scheint endgültig getilgt. Doch Adelheid und Gaidemar ahnen nicht, dass ihr gefährlichster Feind noch lange nicht besiegt ist, und als sie mit Otto zur Kaiserkrönung nach Rom aufbrechen, droht ihnen dies zum Verhängnis zu werden…

Das Grundgerüst des Romans bilden die historisch überlieferten Quellenlagen, welche die Autorin gekonnt und geschickt in ihren Roman hineinwebt, welches den Leser, durch seine authentischen und spannenden Züge, fesselt. Rebecca Gablé beschränkt sich dabei aber nicht nur auf bekannte und berühmte Personen aus dem Geschichtsunterricht, sondern sie bezieht auch viele Facetten außerhalb des höfischen Lebens mit ein. Dem Leser werden beide Seiten des Mittelalters veranschaulicht, wodurch die beschriebene Epoche lebendig wirkt und man sich sowohl in das beschwerliche Leben des „einfachen“ Volkes als auch in die Welt der Obrigkeit hineinzuversetzen. Die Geschichte lässt damit das Mittelalter förmlich wieder auferstehen und stellt auch sehr gut die politischen Verstrickungen dieser Zeit dar. Das Buch enthält zudem typische Elemente, die ein guter Mittelalterroman benötigt. Spannung, Dramen, Liebe und Intrigen. Außerdem beleuchtet das Nachwort der Autorin die geschichtlichen Hintergründe sowie ihre eigenen Beweggründe.

Die bildreiche Sprache, die passenden Vergleiche und Metaphern lassen den Leser zudem auch tiefer ins Geschehen eintauchen. Nicht nur das Cover ist äußerst ansprechend, auch die in Farben gestaltete Karte des Reiches um 962 und der ausführliche Stammbaum der Ottonen. Zudem verschafft das Personenregister einen Überblick über die fiktiven und historischen Figuren.

Die Charaktere weisen zudem Ecken und Kanten aus, welche dem Leser somit lebendig wirken lässt. Diese Lebendigkeit macht diese wahrnehm- und greifbar. Die junge Königin hat wohl ihre Schwächen, wirkt aber dadurch nur umso lebensechter. Daneben verfügt Adelheid über einen einfachen Humor und ist eine gute Menschenkennerin. Es ist eine besondere Kunst, sämtliche Handelnde so zu charakterisieren, dass der Leser sowohl Empathie als auch teilweise Antipathie mit den Charakteren entwickelt.

Fazit:

Der Roman „Die fremde Königin“ von Rebecca Gablé ist ein beeindruckender, historischer Roman, der einen sowohl in die geschichtlichen Hintergründe des Mittelalters Deutschland entführt als auch in eine spannende und fesselnde Geschichte. Mit diesem Roman beweist die Autorin einmal wieder ihr Einfallsreichtum bei der Erstellung einem historischen Roman mit einer exzellenten Mischung aus historischen Fakten und fiktiver, aber unterhaltsamer Handlung. Der Roman bekommt von mir 5 von 5 Sternen.

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